Preistransparenz

Was kostet Rechtsrecherche in der Schweiz?

Feste CHF-Preise gegen Offerten «auf Anfrage»: ein ehrlicher Blick auf die gängigen Preismodelle — und wie Causidicus in Analysen statt Token abrechnet.

Was kostet juristische Recherche in der Schweiz? Die ehrliche Antwort lautet: Für viele Angebote lässt es sich von aussen kaum sagen. Ein grosser Teil der Legal-Tech- und Datenbank-Anbieter publiziert keine Preise, sondern arbeitet mit Offerten «auf Anfrage», mehrjährigen Rahmenverträgen oder nutzungsabhängiger Abrechnung. Diese Seite ordnet die gängigen Preismodelle ein und legt offen, wie Causidicus abrechnet — damit Sie vergleichen können, statt zu schätzen.

Die gängigen Preismodelle

  • Offerte auf Anfrage: Kein öffentlicher Preis; die Kosten hängen von Verhandlung, Kanzleigrösse und Laufzeit ab. Transparent ist das nicht — und ein Vergleich zwischen Anbietern wird schwierig.
  • Abonnement pro Sitzplatz: Ein fester Monats- oder Jahresbetrag je Nutzerin. Planbar, sofern die Leistung je Sitzplatz klar umschrieben ist.
  • Nutzungs- oder Token-Abrechnung: Der Preis richtet sich nach Verbrauch — bei KI-Werkzeugen oft nach «Token». Das ist schwer zu budgetieren, weil dieselbe Frage je nach Länge unterschiedlich viel kostet.
  • Pro-Dokument- oder Pro-Abruf-Modelle: Bezahlt wird je Recherche oder je abgerufenem Dokument — überschaubar bei geringem, teuer bei hohem Volumen.

Wie Causidicus abrechnet

Causidicus setzt bewusst auf feste Preise in Schweizer Franken und auf eine Abrechnung in Analysen statt Token — eine Analyse ist eine nachvollziehbare Einheit, kein technischer Verbrauchswert. Es gibt drei Stufen zu CHF 98, 198 und 298 pro Monat (pro Sitzplatz), jeweils nach einem 7-tägigen kostenlosen Test und monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit. On-Device-Analysen sind im Abo unbegrenzt; die Cloud-Analysen sind je Stufe kontingentiert. Die genauen Kontingente stehen offen auf der Seite Preise.

Zwei Punkte sind uns wichtig:

  • Keine versteckten Verbrauchskosten: Weil die tägliche Arbeit on-device läuft, entstehen dort keine nutzungsabhängigen Gebühren und keine Datenausgangskosten.
  • Der Fristenrechner bleibt dauerhaft kostenlos — auch ohne Abo, damit eine fristwahrende Berechnung nie an einem abgelaufenen Abonnement scheitert.

Vom Listenpreis zu den Gesamtkosten

Aussagekräftig ist nicht der Monatspreis, sondern die Gesamtkosten über ein Jahr. Bei nutzungsabhängigen Modellen kommen zum Grundpreis oft schwer planbare Posten hinzu: Kosten pro Token oder pro Abruf, Gebühren für den Datenexport, Aufschläge für zusätzliche Sitzplätze und der Aufwand für Einführung und Schulung. Ein niedriger Einstiegspreis kann so über das Jahr teurer werden als ein höherer Fixpreis ohne Zusatzposten. Wir rechnen deshalb in festen Analysen-Kontingenten pro Sitzplatz und Monat: Sie multiplizieren den Monatspreis mit der Zahl der Sitzplätze und den Monaten — weitere Positionen gibt es nicht. Weil die tägliche Arbeit on-device läuft, fallen weder Token- noch Datenausgangskosten an.

Was in einen ehrlichen Preisvergleich gehört

Der reine Monatspreis sagt wenig, solange die folgenden Fragen offen sind:

  • Ist der Preis öffentlich einsehbar — oder nur «auf Anfrage»?
  • Gibt es eine Mindestlaufzeit oder eine automatische Verlängerung mit Kündigungsfrist?
  • Sind die Leistungen je Sitzplatz klar begrenzt, oder drohen Nachforderungen bei intensiver Nutzung?
  • Fallen zusätzliche Kosten für Datenexport, Schnittstellen oder Support an?
  • Wo werden die Daten verarbeitet — und was bedeutet das für das Berufsgeheimnis?

Gerade der letzte Punkt hat einen Preis, der selten in der Tabelle steht: das Schutzniveau. Bei Causidicus läuft die Standard-Stufe on-device auf dem Mac; die optionale Cloud-Stufe nutzt ein europäisches Rechenzentrum und wird pro Fall ausdrücklich freigeschaltet. Wie das technisch abgesichert ist, zeigt die Seite Sicherheit & Architektur.

Kein Ersatz für die anwaltliche Arbeit

Ein transparenter Preis ändert nichts an der Rollenteilung: Causidicus liefert belegte Entwürfe und Rechercheergebnisse mit Quellenangabe; die Prüfung, die Verantwortung und die Unterschrift bleiben bei der Anwältin. Genau deshalb rechnen wir in Analysen und nicht in Versprechen — Sie sollen wissen, was Sie bezahlen, und was Sie dafür bekommen.